Kulturfahrt nach Weimar vom 30.04.2010 bis 02.05.2010
Nachlese: Alte Herren
des FC standfest im Weimarer Stangenwald!
14 Mitglieder der Alten Herren des FC Edermünde machten sich
am 30.04.2010 vom Hauptbahnhof Guxhagen auf, die Kulturstadt Weimar zu
erkunden. Geführt vom Weimaraner Burkhard Höhne, erreichte man nach einer kurzweiligen
Bahnfahrt die Metropole Thüringens! Als erstes bezog der FC Tross sein
Quartier, was standesgemäß im Hotel „Kaiserin Augusta" gebucht war. Nachdem die
Quartiereinteilung geklärt war, machte man sich sofort auf, die Spuren Goethes und
Schillers zu finden. Es ist nicht genau überliefert woran es lag, jedoch wurde
die Spurensuche schon nach wenigen Metern unterbrochen, um eine echte Thüringer
Bratwurst zu genießen, garniert mit einigen Litern ortsüblichen Gerstensaft. Durch
die Auswirkungen des Gerstensaftes, entschied man sich die kulturellen
Highlights der Stadt zunächst nicht weiter zu verfolgen, sondern viel mehr die
kulinarischen Köstlichkeiten zu genießen.
Am Abend wurde kurzfristig ein Bowling Turnier durchgeführt. Hier machte
der FC, bis auf wenige Ausnahmen, eine sehr gute Figur. Am Ende stand fest,
noch nie hatten Edermünder Bowling Spieler bei einem Auswärtsspiel in Weimar so
viele Punkte geworfen!!! Spät am Abend steuerte man dann noch einen Irish Pup
an, eher man sich Richtung Hotel
aufmachte. In jenem Irish.Pup ist übrigens der berühmte Butzi-Park entstanden.
Regelmäßige Besucher der FC Heimspiele wissen worum es an dieser Stelle geht!
Auf dem Heimweg wurde anschließend den Weimaraner lautstark mitgeteilt, des der
FC Edermünde nun in der Stadt ist, was aber zu keiner nennenswerten Reaktion
auf Weimaraner Seite führte. Kurz vor dem Hotel kam der FC Tross dann ins
Stocken. Ein merkwürdiger Stangenwald stand den FC Männern im Weg. Nach
anfänglicher Verwunderung und Zurückhaltung, bei einigen Kulturfahrern kann es
auch Angst gewesen sein, schaffte man es aber den engen Stangenwald souverän
bis zum Morgengrauen zu durchlaufen.
Am zweiten Tag lichteten sich beim Frühstück zunächst die
Reihen. Einige FCler waren durch den anspruchsvollen nächtlichen Stangenlauf
angeschlagen und mussten zunächst im Hotel bleiben und sich pflegen lassen.
Eigentlich sollte am zweiten Tag das obligatorische Fußballspiel
einer Alten Herren Fahrt stattfinden, doch leider sagten alle potentiellen
Opfer dem FC im Vorfeld ab. Woran lag das? Vermutlich hat es sich inzwischen
bis Weimar rumgesprochen, welche Leistungsstärke die FC Alte Herren hat,
immerhin ist man seit März 2009 ungeschlagen!!!
Aber auch ohne Fußballspiel wurde dieser Tag für viele ein
denkwürdiger Tag. Mit reduziertem Kader machte man sich am frühen Morgen auf,
um an einer Stadtführung teilzunehmen. Vor dem Nationaltheater wurde der FC
Tross von einer charmanten Stadtführerin empfangen, die es in den folgenden
zwei Stunden tatsächlich schaffte, die Stadt Weimar, aber speziell auch die
Lebensgeschichte Goethes und Schillers den FClern näher zu bringen. Nach einem
guten Mittagsessen im Ratskeller, folgte der zweite Teil des kulturellen Teils
dieser Fahrt, eine Busfahrt zum Schloss Belvedere. Bedingt durch den gleichzeitig
ausgetragenen vorletzten Bundesligaspieltag, entschied sich ein Teil der Gruppe
schweren Herzens auf die Busfahrt zu verzichten und lieber dem S04 die Daumen
zu drücken. Dieses Unterfangen gelang bekanntlich nicht und Deutschland muss
eine weiter Bayrische Meisterschaft verkraften!
Nach zwei Stunden traf man sich wieder und beschloss, die
kulturellen Eindrücke des Tages, sowie die glückliche und völlig überraschende
Meisterschaft des FC Bayern, auf dem Hotelzimmer sacken zu lassen. Leider wurde
ein Teil der Gruppe auf dem Weg ins Hotel von einem 1,- Euro Pup angezogen, so
dass die Entspannungsstunde auf dem Hotelzimmer für diesen Teil der Reisegruppe
leider entfallen musste. Andererseits war das Angebot 0,4 Liter Limonade für 1,-
Euro aber auch so attraktiv, dass man die Entscheidung der abtrünnigen FCler
schon verstehen kann.
Abends sammelte man sich dann zum finalen Kulturrundgang. In
einer sehr gemütlichen Kulturgaststätte ließ man es sich gut gehen, genoss das
Essen und die ortsüblichen Getränke. Unter anderem war der sogenannte „Aeromatik
Likör" ein absoluter Renner. Nach einer nur mäßig gelungenen Schlagzeug Einlage
von „Wilhelm Tell", auch Katzenlothar genannt, griff der Wirt des Hauses persönlich
zu den Stöcken und gab dem FC ein beeindruckendes Privatkonzert. Von so viel
Muse inspiriert, stimmten die FCler, unter der Leitung von FC-Chorleiter
Ottfried Krug, einige bekannte Lieder an, an dessen Ende der FC das Lokal für
sich alleine hatte.
Als der Morgen graute, machten man sich auf dem Heimweg,
doch wie am Vortag, so war auch diesmal wieder dieser merkwürdige Stangenwald
den Heimkehrern im Weg. Diesmal war es für die FC Oldies aber reine Routine, man
durchdrang den Stangenwald emotionslos und erreichte gesund das Hotel. Einige
Herren waren zu früher Stunde noch nicht in Stimmung ins Bett zu gehen und
entschieden sich, den Sportkameraden Fehr noch einen Besuch abzustatten. Dieser
hatte das Glück, dass er zusammen mit Chorleiter Krug das Zimmer teilte. Da der
Sportkamerad Fehr den Stangenwald deutlich schneller absolvierte, als die
restlichen, teilweise etwas ungeübt wirkenden Kulturfahrer, war er bereits
früher auf dem Zimmer und eingeschlafen. Dieser verdiente friedliche Schlaf wurde
dann jäh unterbrochen, durch den ungestüm hereinstürmenden Katzenlothar.
Als Entschädigung spendierte der Sportkamerad Hochhuth dem
verbliebenem Haufen ein Gläschen von einer Original Grifter Delikatesse „2
Flaschen Jim Beam, gemixt mit einer Farbstoff Tablette, in einer gammligen 1,5
Liter Cola Flasche", was bei dem ein oder anderen doch zu einer teilweisen
Gesichtslähmung führte.
Es war schon etwas verwunderlich, doch am nächsten Morgen
schafften es alle Teilnehmer rechtzeitig zur Abfahrt am Bahnhof zu sein. Und so
erreichten die Kulturfahrer zwar etwas müde, aber planmäßig wieder den Hauptbahnhof
Guxhagen. Anschließend führte der Weg zu den jungen Wilden des FC, um diese zu
unterstützen, damit die in Weimar schon lautstark angekündigte Meisterschaft des
FCE auch Wirklichkeit wird!
Fazit:
Es war wieder einmal eine sehr schöne Kulturfahrt, die wie
schon in den Vorjahren, durch viel Spaß und einer tollen Kameradschaft
gekennzeichnet war. Schade für alle die nicht teilnehmen konnte oder wollten,
den sie haben definitiv etwas verpasst. Aber kein Grund zur Trauer, auch im
nächsten Jahr wird es eine Kulturfahrt der Alten Herren geben, zu der schon
jetzt alle recht herzlich eingeladen sind!
|